Das Geschäft mit den Milliarden

Damit die Schweizerische Nationalbank den Finanzplatz regulieren kann, braucht sie eine IT von höchster Sicherheit und Verfügbarkeit.

270 Milliarden Franken. Das entspricht ca. 40 Prozent des jährlichen Bruttoinlandprodukts der Schweiz. Und das ist der Betrag, der an Spitzentagen über das Interbank-Clearingsystem «SIC» den Besitzer wechselt.

1987 nimmt das Unternehmen SIX Interbank Clearing dieses Zahlungssystem im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank in Betrieb. Weltweit einzigartig ist damals, Geld in Sekundenschnelle von einem Konto auf das nächste überweisen zu können. Über 20 Jahre später gibt es immer weniger Spezialisten, die das System warten können. Es ist also definitiv Zeit für eine Erneuerung.

Bei der internationalen Ausschreibung des Grossauftrags kann sich Netcetera im Jahr 2011 durchsetzen – und zwar sowohl mit ihrem Vorschlag zur Architektur der Plattform als auch zur eigentlichen Implementierung des Systems. Überwacht wird das Projekt aufgrund der ausserordentlichen Systemrelevanz durch die Schweizerische Nationalbank.

Nach monatelangen Konzeptprüfungen, Experimenten und Erarbeitungen der grundlegenden Teile des neuen Systems mit dem Kunden beginnt die Entwicklung des neuen SIC-Zahlungssystem.

Weil schon der kleinste Fehler Schäden für die Volkswirtschaft in Milliardenhöhe bedeuten kann, wird enorm in die Testautomatisierung investiert und das System ein Jahr unter Aufsicht der Schweizer Nationalbank auf Herz und Nieren geprüft, bevor es den Betrieb aufnehmen darf. Seit 2016 ist das neue SIC-System live – und bewährt sich seitdem bei über 700 Millionen Transaktionen pro Jahr.

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