Das erste Business Date mit Netcetera

Eine Erinnerung von Uwe Kolk

Im Jahr 2002 war die erste Aufgabe für das kolossale Projekt «Pathfinder»: Finde eine Firma, die es schafft, eine digitale Plattform für 70 Eisenbahngesellschaften aus 25 europäischen Ländern zu kreieren, damit diese den Güter- und Personenverkehr aufeinander abstimmen können.

Das Projekt führten die Schweizer Bundesbahnen SBB im Auftrag der Verbände Rail Net Europe und Forum Train Europe durch und ich war Projektleiter.

Alle namhaften Player hatten sich an der Ausschreibung zur Umsetzung beteiligt und nahmen am Hearing teil: Hier die IBMler, dort die HPler, dahinten die McKinseys … und irgendwo dazwischen Netcetera vertreten durch einen jungen, forschen Mann namens Andrej Vckovski.

Andrej war sehr überzeugt von dem, was er sagte, und vor allem: sehr überzeugend. «Ihr braucht eine webbasierte Applikation, die auf Open-Source-Technologien aufbaut», sagte er. Das war ein ganz neuer Ansatz, denn die Mitbewerber wollten natürlich alle auch noch Software verkaufen. Aber dann versuche mal, proprietäre Applikationen in 25 unterschiedliche nationale IT-Infrastrukturen zu integrieren! Andrej hatte einfach den modernsten und pragmatischsten Lösungsansatz. Punkt.

Pathfinder wurde zu einem grossen Erfolg und war der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit zwischen Netcetera und den SBB. 2004 durften Patrik Auf der Mauer, Projektleiter seitens Netcetera und Andrej Vckovski für das Projekt den Swiss ICT Award entgegennehmen konnten.

Uwe Kolk ist Wirtschaftsinformatiker und wohnt seit über 30 Jahren in Hamburg. Früher war er DJ, später freischaffender IT-Projektleiter und heute ist er CIO des Intralogistikunternehmens Jungheinrich. Er fährt alte Autos und trinkt gerne noch ältere Weine.

Wir reisen in die Vergangenheit. Kommt mit: