Ehrlich gesagt: Es ist zu früh, um von einem perfekten Rezept zu sprechen. Aber wir sehen bereits klare Fehlermuster. Die zu vermeiden ist die halbe Miete.
Der erste Fehler: Zu stark auf Technologie fokussieren und dabei Geschäfts- und Kundenanforderungen aus den Augen verlieren. Viele Institute springen auf den Zug auf mit dem Gedanken 'wir müssen irgendwas mit AI machen', ohne vorher konkrete Probleme zu identifizieren, die es zu lösen gilt. Am Ende bauen sie Lösungen, die zwar cool wirken oder technisch möglich sind, aber keinen echten Mehrwert bringen. Das ist eine Falle.
Der gegenteilige Fehler ist genauso gefährlich: Auf perfekte Bedingungen warten. Riesige 'AI-ready'-Infrastrukturprojekte sind obsolet, bevor sie fertig sind – in einem Umfeld, das sich so rasant entwickelt.
Der smartere Ansatz: Mit Unternehmen zusammenarbeiten, für die AI das Kerngeschäft ist. Für Finanzinstitute ist AI ein Werkzeug, keine Kernkompetenz. Alles selbst von Grund auf zu entwickeln, verschwendet oft nur Ressourcen. Statt auf perfekte Bedingungen zu warten: Fokus auf hochwertige Anwendungsfälle. Lösungen bauen, iterieren, schnelle Erfolge erzielen. Wenn etwas funktioniert, erweitern und skalieren. Eine Vision ist wichtig, ja, aber der iterative Ansatz generiert Learnings und hält das Momentum aufrecht. Die Alternative: Geld in Projekte versenken, die nirgendwo hinführen.
Wichtig ist auch ein Mindset-Shift: Wir sind deterministische Software gewohnt: gleicher Input, gleicher Output. AI ist probabilistisch. AI-Lösungen mit den gleichen Prozessen zu bewerten wie traditionelle Software ist ein Fehler.
Und schliesslich: Die Daten müssen verfügbar sein. AI-Tools werden besser mit besserem Kontext. Context Engineering ist ein echter Differentiator und das setzt eine solide Datenbasis voraus. Ohne diese bleiben selbst die besten Modelle unter ihren Möglichkeiten.