Zahlungskarten haben sich über das Plastikrechteck in Ihrem Portemonnaie hinaus entwickelt. Heute existieren sie in drei verschiedenen Formaten, jedes mit einem eigenen Zweck.
Physische Karten sind das, woran die meisten Menschen denken, wenn sie das Wort «Karte» hören. Das sind die klassischen Plastikkarten mit Chip und Magnetstreifen. Wie Rüdiger im Podcast erklärte, ist der Magnetstreifen «ein Stück Vergangenheit», das wir kaum noch verwenden, aber er ist immer noch vorhanden. Physische Karten bleiben die am weitesten verbreitete und vertrauenswürdigste Form der Bezahlung.
Digitale Karten sind Repräsentationen Ihrer physischen Karte, die in einem digitalen Wallet wie Apple Pay oder Google Pay gespeichert sind. Sie sind mit Ihrem physischen Kartenkonto verknüpft, existieren aber auf Ihrem Smartphone. Rüdiger merkte an, dass digitale Karten «Flexibilität» bieten – Sie können mehrere Karten speichern und bequem zwischen ihnen wechseln. Sie ermöglichen zudem eine biometrische Authentifizierung, sodass Sie sich nicht mehrere PIN-Codes merken müssen.
Virtuelle Karten sind temporäre oder sekundäre Kartennummern, die speziell für Online- oder In-App-Einkäufe generiert werden. Im Unterschied zu digitalen Karten, die Ihre physische Karte abbilden, existieren virtuelle Karten ausschliesslich für digitale Transaktionen. Sie sind wegwerfbar, oft für eine einmalige Nutzung konzipiert und können nicht an physischen Verkaufspunkten verwendet werden. Wie Rüdiger sagte, fügen sie «eine zusätzliche Sicherheitsebene» hinzu, weil Ihre echten Kartendaten nie an potenziell riskante Händler weitergegeben werden.
Das alles wird durch das Vier-Parteien-Zahlungssystem ermöglicht, bestehend aus Karteninhaber, Händler, Issuer (kartenausgebende Bank) und Acquirer (Händlerbank). Dazwischen stehen die Kartenschemes wie Visa, Mastercard, UnionPay und andere, die die globalen Netzwerke betreiben, welche Issuer und Acquirer verbinden. Wie Christiane erklärte, konnte man vor Einführung dieser Schemes «nur mit einer Bank-of-America- oder einer Deutsche-Bank-Karte an Bank-of-America- oder Deutsche-Bank-Terminals bezahlen». Die Schemes führten das ein, was Stefan als «universelle Abstraktionsschicht zur Vereinfachung von Zahlungen» bezeichnete.