2026 verschmelzen Identität und Zahlung zu einer einzigen Aktion: „Einloggen und bezahlen“. Digitale Identitäts-Wallets verknüpfen verifizierte Authentifizierung direkt mit der Zahlungsautorisierung – das reduziert Reibung und stärkt das Vertrauen.
Was als komplexes regulatorisches Rahmenwerk unter eIDAS 2.0 begann, entwickelt sich zum Standard für digitale Interaktionen in ganz Europa. Konsument:innen sind es leid, Dutzende von Benutzernamen und Passwörtern zu verwalten. Sie sind bereit, ihre verifizierte Identität zusammen mit ihren Zahlungsdaten in einer Wallet mitzuführen.
Daraus entsteht das Konzept „Log in and Pay“: Authentifizierung und Transaktion erfolgen gleichzeitig. Digitale Identitäts-Wallets vereinen beides und reduzieren Betrug durch staatlich verifizierte Identitätsnachweise.
Grosse Händler und Finanzinstitute werden zunehmend verpflichtet, diese Wallets zu akzeptieren. Das erzwingt eine grundlegende Neugestaltung von Onboarding-Prozessen. Statt Ausweiskopien hochzuladen oder auf Mikroüberweisungen zu warten, teilen Nutzer:innen künftig einfach ein verifizierbares Attribut aus ihrer digitalen Identitäts-Wallet.
Die Auswirkungen auf Betrug sind erheblich. Da Identitätsdaten auf staatlich geprüften Quellen basieren, ersetzt Verifikation zunehmend probabilistische Prüfungen. Entweder man ist, wer man vorgibt zu sein – oder nicht. Grauzonen für Betrüger verschwinden.
Dieses Ökosystem benötigt jedoch eine Übersetzungsschicht. Legacy-Systeme von Banken können nicht direkt mit modernen EUDI-Wallets kommunizieren. Genau hier wird spezialisierte Infrastruktur entscheidend. Lösungen wie das Digital Identity Gateway von G+D Netcetera ermöglichen die Annahme dezentraler Identitäten, ohne bestehende IT-Landschaften zu destabilisieren.